Dokumentation http://bw.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere Dokumentationen. de Copyright Sat, 14 Dec 2019 22:14:51 +0100 Sat, 14 Dec 2019 22:14:51 +0100 TYPO3 Dokumentation http://bw.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg http://bw.rosalux.de/ 144 109 Hier finden Sie unsere Dokumentationen. news-41369 Tue, 10 Dec 2019 16:55:06 +0100 Globalisten http://bw.rosalux.de/dokumentation/id/41369/ Das Ende der Imperien und die Geburt des Neoliberalismus. Im Gespräch mit Quinn Slobodian In seinem Buch, das in der englischsprachigen Welt für Furore sorgt, wirft der kanadische Historiker Quinn Slobodian einen neuen Blick auf die Geschichte von Freihandel und neoliberaler Globalisierung. Im Mittelpunkt steht dabei eine Gruppe von Ökonomen um Friedrich von Hayek und Wilhelm Röpke. Getrieben von der Angst, nationale Massendemokratien könnten durch Zölle oder Kapitalverkehrskontrollen das reibungslose Funktionieren der Weltwirtschaft stören, bestand ihre Vision darin, den Markt auf der globalen Ebene zu verrechtlichen und so zu schützen.

Das Buch:
Quinn Slobodian
Globalisten - Das Ende der Imperien und die Geburt des Neoliberalismus
Suhrkamp Insel Gepl. Erscheinen: 11.11.2019
Gebunden, 540 Seiten, ca. 32,00 €
ISBN: 978-3-518-42903-7

Gespräch mit dem Autor Quinn Slobodian.
Moderation: Loren Balhorn (Rosa-Luxemburg-Stiftung).

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem Suhrkamp Verlag.

]]>
news-41295 Tue, 26 Nov 2019 13:17:43 +0100 «Vom Aussterben bedroht?» http://bw.rosalux.de/dokumentation/id/41295/ Veranstaltungsdokumentation: «Vom Aussterben bedroht: Afrikanische Schutzgebiete zwischen Biodiversitätsverlust und Militarisierung» Afrikanische Naturschutzgebiete sind auf vielfältige Weise bedroht. Zugleich werden sie von der lokalen Bevölkerung oft als Bedrohung und Orte des Ausschlusses erlebt. Doch ebenso schwierig, wie Umweltschutz- und Menschenrechtspolitik in diesen Gebieten unter einen Hut zu bekommen, ist es, beide Perspektiven in einen konstruktiven Dialog zu setzen. Da sind auf der einen Seite Naturschutzorganisationen, aber auch staatliche Durchführungsorganisationen wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie fühlen sich von den Kritiker*innen ihrer Arbeit in Schutzgebieten unfair behandelt und befürchten, dass dadurch der Naturschutz als Ganzes diskreditiert werde. Und da sind die Kritiker*innen. Sie beklagen, dass sie mit ihren Anliegen nicht ernst genommen werden, und werfen den Naturschützer*innen Gesprächsverweigerung und fehlenden Veränderungswillen vor. Mit der Tagung «Vom Aussterben bedroht» wollten die Veranstalter*innen den fehlenden Dialog zwischen beiden Seiten wiederaufnehmen. Herausgekommen ist eine lebhafte Debatte, an der sich leider weder ein*e Vertreter*in des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der KfW oder der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) aktiv beteiligten.

Verschiedene Stränge durchzogen die Beiträge. Naturschützer unterstrichen, dass der Schutz der afrikanischen Naturräume eine zentrale Herausforderung unserer Zeit sei, um Biodiversitätsverlust und Klimawandel einzudämmen. Andere Redner*innen betonten die koloniale Kontinuität von Naturschutzgebieten in Afrika, in denen oftmals eurozentristische Perspektiven auf die «African Wilderness» vorherrschen würden. Wiederum andere betonten die negativen Konsequenzen der Naturschutzgebiete für die lokale Bevölkerung, wie die Vertreibungen indigener Gruppen, aber auch die häufige Gewalt von Seiten der Parkwächter. Ein besonderes Augenmerk legte die Veranstaltung auf die Militarisierung des Naturschutzes. Darunter wird nicht nur die reine Bewaffnung von Ranger*innen gefasst, sondern der Fokus der gesamten Schutzkonzepte auf Herstellung einer (gewalttätigen) Kontrolle von Naturräumen.

Einig waren sich alle Teilnehmenden darin, dass Naturschutz langfristig nur unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung funktionieren könne. Bei der Einschätzung, wie weit man diesbezüglich schon sei, gingen die Ansichten jedoch weit auseinander. Gerade deshalb sollte die deutsche Naturschutzfinanzierung in Afrika in den nächsten Jahren kritisch begleitet und analysiert werden, wie viele Wortmeldungen gegen Ende der Veranstaltung hervorhoben.

Die seit kurzem sehr vehement vorgetragene Kritik an den Naturschutzverbänden prallt an diesen offenbar nicht ab. Die Organisationen agieren menschenrechtsbasierter – ein Prozess, der abhängig von der Perspektive zu langsam vonstattengeht oder behutsam angegangen werden muss. Als ein Referenzbeispiel wurde Bergbau herangezogen, in dem Menschenrechtsfragen in Abbaugebieten und die Verantwortung Handelnder im Globalen Norden zunehmend thematisiert werden. Bevor es zu einer weiteren Ausweitung von «Schutzgebieten» kommt, gilt die Frage nach der Evaluierung der bestehenden Konzepte – eine Forderung die sich an die bundesdeutschen Durchführungsorganisationen richtet. Wenig angesprochen wurde der Zusammenhang zwischen «Schutzgedanken» und «Entwicklungsdiskurs» in einem neoliberalen Setting, welches auf Akkumulation von Ressourcen wie «Wildnis» und «Natur» basiert.

Die Audiobeiträge sollen einen Eindruck der Diskussionen geben.

  • Eva-Maria Schreiber, MdB | Begrüßung
  • Victoria Tauli-Corpuz, UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte indigene Völker | Key Note: Vom Aussterben bedroht? Naturschutz und indigene Rechte (in Englisch)
  • Dr. Bernhard Gißibl, Leibniz Institut für Europäische Geschichte Mainz | Unsere Serengeti. Deutschlands Rolle in der Geschichte des Naturschutzes in Afrika
  • Christoph Heinrich, WWF Deutschland; Dr. Mordecai Ogada, Ökologe und Autor; Simone Schlindwein, Afrika-Korrespondentin der TAZ; Moderation: Reinhard Palm, Brot für die Welt | Panel: Globale Perspektive: Aktuelle Herausforderungen des Naturschutzes in Afrika
  • Simon Counsell, Direktor Rainforest Foundation UK | Zur zukünftigen Ausrichtung der deutschen Naturschutzpolitik in Afrika
  • Laszlo Maras, Forum Umwelt und Entwicklung | Kommentar
  • Gesine Ames, Ökumenisches Netz Zentralafrika | Schlussworte 
]]>
news-41309 Wed, 20 Nov 2019 13:49:00 +0100 Marx und die Roboter http://bw.rosalux.de/dokumentation/id/41309/ Buchvorstellung und Diskussion Der Einsatz von Robotern, Künstlicher Intelligenz und digitaler Vernetzung treibt die Automatisierung der Produktion voran. Die neuen Technologien stellen einen im Vergleich zu früheren Entwicklungen radikalen Bruch dar und verändern Produktions- und Lebensverhältnisse in einem weitreichenden Ausmaß. So sagen die einen. Die anderen wiederum betonen die Kontinuität der Entwicklung. Sie wird interpretiert als zaghafter Suchprozess des Kapitals, im Bestreben, seine Verwertungspotentiale zu optimieren. Das gelinge nicht immer. Wie kann heute eine an Marx orientierte Analyse den technologischen Wandel erklären? Was ist das Neue, wo tritt nur das Alte in anderer Form auf die Bühne? Braucht die Kritik des Kapitalismus neue Begriffe?

Das Buch:
Marx und die Roboter
Vernetzte Produktion, Künstliche Intelligenz und lebendige Arbeit
Karl Dietz Verlag Berlin GmbH 2019

Basierend auf dem Buch «Marx und die Roboter», das soeben im Karl Dietz Verlag erschienen ist, haben diskutiert:

  • Tobias Kämpf, Wissenschaftler am ISF München und ab Wintersemester 19/20 Vertretungsprofessur «Soziologie der digitalen Transformation» an der Ruhr-Universität Bochum
  • Florian Butollo, Sachverständiger in der Enquete Kommission «Künstliche Intelligenz» des deutschen Bundestages, Leiter der Forschungsgruppe 1 «Arbeit in hochautomatisierten digital-hybriden Prozessen» am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft
  • Moderation: Sabine Nuss, Karl Dietz Verlag
]]>
news-41265 Fri, 01 Nov 2019 17:10:00 +0100 Zwei Leben: Ada Willenberg http://bw.rosalux.de/dokumentation/id/41265/ Eine Überlebende erzählt vom Warschauer Ghetto und Treblinka Ada Willenberg lebte als Kind im Warschauer Ghetto, bevor sie von einer polnischen Familie versteckt wurde. Nach dem Krieg teilte sie ihr Leben mit Samuel Willenberg, dem jüdischen Überlebenden und Kämpfer im Aufstand von Treblinka sowie im Warschauer Aufstand. Gemeinsam emigrierten sie nach Israel, wo Samuel Willenberg seine Erfahrungen aus Treblinka in Bronzeskulpturen festhielt. Er verstarb 2016. Das Engagement für die Errichtung eines Bildungszentrums in Treblinka setzen Ada Willenberg und ihre Tochter fort.

Ada Willenberg, geboren 1929, erzählt ihre Geschichte und die ihres Mannes - vom Kampf ums Überleben, Widerstand und ihre jahrelangen Anstrengungen um ein würdiges Gedenken und Erinnern.

]]>
news-41252 Thu, 31 Oct 2019 19:40:00 +0100 Digitaler Kapitalismus http://bw.rosalux.de/dokumentation/id/41252/ Markt und Herrschaft in der Ökonomie der Unknappheit. Luxemburg Lecture von Philipp Staab Philipp Staab beleuchtet den digitalen Kapitalismus aus unterschiedlichen Perspektiven, um ihn präziser auf den Begriff zu bringen. Er zeigt, wie digitale Überwachungs- und Bewertungspraktiken in immer mehr Bereiche der Wirtschaft vordringen und dabei die soziale Ungleichheit verschärfen. Das Spezifische am digitalen Kapitalismus, so Staab, ist die Herausbildung «proprietärer Märkte»: Kam es früher darauf an, Dinge herzustellen und mit Gewinn zu verkaufen, geht es im Zeitalter der Unknappheit um das Eigentum an den Märkten selbst. Philipp Staab gibt in seiner Lecture schwerpunktmäßig auf die Herausbildung von Ungleichheits und Klassenstrukturen im Gegenwartskapitalismus ein.

Philipp Staab ist Professor für die Soziologie der Zukunft der Arbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin und am Einstein Center Digital Future (ECDF). Er ist u.a. Autor von «Digitaler Kapitalismus. Markt und Herrschaft in der Ökonomie der Unknappheit» (Suhrkamp 2019) und «Falsche Versprechen. Wachstum im digitalen Kapitalismus» (Hamburger Edition 2016).

Die Lecture bildete den Auftakt der Tagung «Neosozialistische Klassenpolitik in der ökonomisch-ökologischen Doppelkrise».

]]>
news-41230 Sat, 26 Oct 2019 12:57:00 +0200 Postcolonial Theory and the Specter of Capital http://bw.rosalux.de/dokumentation/id/41230/ Lecture by Vivek Chibber at the 12. Marx-Herbstschule The 12th Marx Autumn School will focus on the subjects of colonialism and slavery. Marx dealt with both subjects primarily in the context of his work as a journalist, otherwise only leaving behind fragmentary observations. He had planned to systematically analyse the role of colonialism in the capitalist mode of production, but ultimately failed to realize this project.

Published in the New York Daily Tribune, Marx’s article about conditions in the Asian colonies received a great deal of criticism. In the context of the decolonization processes that followed the Second World War, Marx was accused of “Eurocentrism”: of ultimately considering the capitalist mode of production to be the only progressive one and almost exclusively focusing on Europe.

The debate around Marx’s attitudes to slavery has not been as controversial, but is equally as interesting. Marx firmly rejected slavery and called for its abolition, but he did not view “free wage labour” as an ideal alternative, instead criticizing “wage slavery”, for even if the labour power is formally free under capitalism, this freedom still implies a compulsion to work.  Instead of interpersonal relations of domination, there is “the silent compulsion of economic relations”.

Vivek Chibber discussed possible answers to the postcolonial critique of Marx.

Moderation: Bafta Sarbo, Social Scientist with focus on Marxism and antiracism, Berlin

]]>
news-41163 Thu, 17 Oct 2019 16:37:00 +0200 Rojava/ Nord- und Ostsyrien: Existenz unter Beschuss http://bw.rosalux.de/dokumentation/id/41163/ Diskussion zum Angriff auf die Autonome Verwaltung in Nord- und Ostsyrien im Oktober 2019 Der Abzug der US-Truppen und die unmittelbar danach begonnene türkische Militäroperation «Friedensquelle» gegen die mehrheitlich kurdische Region Rojava im Norden Syriens kamen mit Ansage. Die Angriffe lassen nicht nur hiesige Linke fassungslos zurück, sondern sind selbst in Washington, dem ehemaligen Bündnispartner der Kurd*innen in Nordsyrien, hoch umstritten.

Die Bundesregierung und EU schauen bislang zu, wie die lokale Zivilbevölkerung und Selbstverwaltung der Partei der Demokratischen Union (PYD) auf sich selbst gestellt und den Vernichtungsgebaren des NATO-Partners Türkei ausgeliefert sind. Präsident Erdoğan präsentierte bereits seine Pläne für die «Sicherheitszone» in Nordsyrien womit klar ist, dass es nicht bei Luftangriffen und einem Einmarsch bleiben wird, sondern ethnische Vertreibungen und Umsiedlungen folgen werden.

Was bedeuten die Entwicklungen für die Zukunft der autonomen Selbstverwaltung in Rojava? Was passiert, wenn als vermeintliche Bündnispartner für die syrischen Kurd*innen nur noch Assad und Putin in Frage kommen? Wie sind die Strategien Erdoğan und Trumps einzuschätzen? Wie kann es sein, dass die Türkei, die ihren eigenen Anteil am Erstarken des IS hat, nun für die Strafverfolgung der sich in kurdischer Haft befindenden (internationalen) IS-Straftäter zuständig gemacht wird?

Um die aktuellen Dynamiken und Kräfteverhältnisse zu verstehen, habe wir diskutiert mit:

  • Sozdar Sevim (Dest-Dan - kurdischer FrauenRat Berlin)
  • Mariana Karkoutly (Adopt a Revolution)
  • Kristin Helberg (freie Journalistin und Autorin)
  • Anita Starosta (medico international), angefragt
  • Moderation: Charlotte Tinawi (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
]]>
news-41148 Mon, 30 Sep 2019 17:36:00 +0200 Walden Bello: Der weltweite Aufstieg der äußeren Rechten http://bw.rosalux.de/dokumentation/id/41148/ Luxemburg Lecture von Walden Bello Von Erdogan zu Orban, von Bolsonaro zu Höcke: Weltweit beobachten wir das Erstarken von reaktionären nationalistischen, rassistischen und anti-feministischen Kräften und eine rapide Entdemokratisierung politischer Systeme. Lange Zeit wurden autoritäre Herrschaft und «shrinking spaces» für die Zivilgesellschaft als Phänomene des Globalen Südens abgetan. Spätestens seit der Wahl Donald Trumps und den Erfolgen der rechtspopulistischen Parteien und Bewegungen in Europa sind sie auch im Globalen Norden (wieder) angekommen – und werden jetzt zunehmend als globales Problem verhandelt.

Der philippinische Soziologe Walden Bello, einer der wichtigsten globalisierungskritischen Intellektuellen unserer Zeit, hat sich in seinem gerade erschienenen Buch «Counterrevolution. The Global Rise of the Far Right» intensiv mit dem Aufstieg der äußeren Rechten auseinandergesetzt. Anhand von Fallstudien aus Italien der 1920er Jahre, Indonesien in den 1960ern, Chile in den 1970er Jahren und dem heutigen Thailand, Indien und den Philippinen zeigt Bello darin Ursprung, Dynamik und Folgen dessen auf, was er als konterrevolutionäre Bewegungen betrachtet.

]]>
news-41039 Thu, 12 Sep 2019 14:02:00 +0200 Feminist Futures Festival http://bw.rosalux.de/dokumentation/id/41039/ Internationales Festival Weltweit gewinnen feministische Bewegungen an Stärke und schlagen einen immer radikaleren Kurs ein: Lautstark und vielfältig stellen sie sich dem neoliberalen Ausverkauf des Gesundheitssystems und schlechten Arbeitsbedingungen entgegen. Sie kämpfen gegen sexuelle Gewalt, rassistische Ausgrenzungen und die Zerstörung der natürlichen Umwelt. Sie treten für soziale Gerechtigkeit als Grundlage für Selbstbestimmung über ihren Körper und ihr Leben ein. Damit gehören sie zu den wichtigsten Gegner*innen eines globalen Rechtspopulismus und bauen an einer besseren Zukunft für alle!

Es ist also alles in Bewegung: Feminist*innen mit verschiedenen Erfahrungen und Hintergründen kommen wieder oder das erste Mal zusammen. Es entstehen Handlungsweisen, die auf etwas Gemeinsames orientieren ohne Unterschiede zu verschweigen. Somit kann eine Einheit in der Differenz möglich werden. Sie verbinden feministische und queer-feministische Anliegen mit konsequenter Kapitalismuskritik und Klassenpolitik. Auch wir wollen in dieser Richtung weiter kommen. Um die Bewegungen zu stärken und weiterzuentwickeln, brauchen wir Orte für Debatten, um voneinander zu lernen.

Einen solchen Ort hat die Rosa-Luxemburg-Stiftung, das Netzwerk Care Revolution und das Konzeptwerk Neue Ökonomie mit einem internationalen Festival im September 2019 angeboten. Involviert waren viele lokale und überregionale Unterstützer*innen. Es gab Podien und Workshops für theoretische ebenso wie praxisnahe Fragen. Es gab Zeit für Trainings und Gesprächsrunden. Wir haben an ältere feministische Praxen der «Selbsterfahrung» angeschlossen und über feministische Gesundheit genauso gelernt, wie über transformatives Organizing. Auch unterschiedliche Formen künstlerischer und kultureller Beiträge waren zentraler Bestandteil des Programms. Wir haben gemeinsam Filme geschaut und darüber diskutiert, es gab Bühnen für Musik, wie für gesprochenes Wort, Theater und Performances und: Wir haben zusammen getanzt!

Weitere Infos und Diskussionsbeiträge findet ihr im Festival-Blog: www.feministfutures.de.

]]>
news-40603 Wed, 21 Aug 2019 14:56:00 +0200 Für eine queere Internationale?! http://bw.rosalux.de/dokumentation/id/40603/ Antikapitalistische queere Utopie(n) und Perspektiven für Organisierung über Grenzen hinweg. Abschlussveranstaltung der Reihe «Beziehungsweise Klasse. Queere Perspektiven auf prekäres Leben und Solidarität».

Edna Bonhomme (aktiv u.a. im Frauenstreik und QBPOC-Zusammenhängen)
Marten van den Berge (Amsterdam, Gewerkschaft der Bildungsarbeiter_innen)
Heike Raab (Uni Tübingen)

Der weltweite Aufschwung rechtspopulistischer, rassistischer, antifeministischer, behinderten-
und transfeindlicher Bewegungen ist Teil einer zunehmend autoritären Entwicklung des Kapitalismus. Sich politisch beistehen, organisieren und solidarisch Widerstand leisten über unterschiedliche Grenzen und Machtverhältnisse hinweg – das ist notwendiger denn je.

Wir wollen diskutieren: Wo entstehen Ansätze einer neuen, intersektionalen und queeren (Klassen)Politik in der Praxis? Wie können Grenzen überschreitende Allianzen entstehen? Wir wollen u.a. über die feministischen Streiks und Herausforderungen gewerkschaftlicher Organisierung, über antirassistische und queere Bewegungen, über Organisierung für eine barrierefreie Gesellschaft ins Gespräch kommen. Wie kann daraus das Gemeinsame in der Differenz, ein kollektives Emanzipationsprojekt, entstehen?

Wie wird in dieser Situation Kapitalismuskritik aus postkolonial-feministischen, antirassistischen und dis-ability-Perspektiven neu artikuliert? Wie sehen queer-feministische Utopien für neue gesellschaftliche Beziehungsweisen aus, die unsere Fantasie und Kämpfe beflügeln können?

Zur Veranstaltungsübersicht der Reihe «Beziehungsweise Klasse. Queere Perspektiven auf prekäres Leben und Solidarität»

]]>