Publikation Solidarische Ökonomie und Politik in Zeiten der Krise

Einblicke aus einer Bildungsreise nach Thessaloniki im Oktober 2020

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Erschienen

Dezember 2020

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Eine der vielen kunstvoll gestalteten Fabrikwände der Reinigungsmittelfabrik Vio.Me, 2012 von Arbeiter*innen besetzt, um die Schließung zu verhindern, heute einer der größten Betriebe in Arbeiterselbstverwaltung in Griechenland. Eigenes Foto

Bei allen Besuchen und Gesprächen während unserer Bildungsreise in Thessaloniki waren die Zeichen der langen Krise bemerkbar. Dem standen Erfahrungen praktizierter Solidarität und Versuche zur Entwicklung einer solidarischen Ökonomie in ihren verschiedenen Formen gegenüber, mit denen die Menschen versuchen, alternative Entwicklungspfade einzuschlagen. Uns wurde deutlich, dass diese solidarische Praktiken auf einer langen Tradition von Kämpfen für eine solidarische Gesellschaft, frei von Ausbeutung und autoritärer Herrschaft, beruhen.

Nach 2010, mit der Vertiefung der Krise, wurde die politische Frage in Griechenland offen gestellt, wohin sich die Gesellschaft entwickeln solle: in Richtung Nationalismus und Faschismus (die «Goldene Morgenröte» war die zweitstärkste Oppositionspartei im Parlament zwischen 2012 und 2019) oder in Richtung einer solidarischen, inklusiveren Gesellschaft, wie sie von den Parteien, Organisationen und Bewegungen auf der Linken angestrebt wird? Diese Frage bleibt weiter aktuell für die Linke - in Griechenland, in Deutschland, in Europa, weltweit!

Zum ausführlichen Reisebericht geht es hier.

Marianthi Anastasiadou, Matthildi Kyrmizopoulou, Anna Frey, Philipp Frey