2. Oktober 2020 Tagung/Konferenz «Spurwechsel»

Gerechte Mobilität und alternative Produktion

Information

Veranstaltungsort

Bürgerräume Stuttgart West
Bebelstr. 22
70193 Stuttgart

Zeit

02.10.2020, 18:00 - 03.10.2020, 19:30 Uhr

Themenbereiche

Sozialökologischer Umbau, Stadt / Kommune / Region, Wirtschafts- / Sozialpolitik

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«Spurwechsel»

Tagung / Konferenz

Worum geht es?

Die Klimabewegung um Fridays for Future macht deutlich: Radikale Maßnahmen zum Klimaschutz sind unumgänglich. Dabei gerät besonders der Verkehr in den Blick, der in Deutschland ein Fünftel des CO2-Ausstoßes ausmacht. Andererseits sind viele Mobilitätsbedürfnisse unzureichend erfüllt: Wer Auto fährt, steht Stunden im Stau, der öffentliche Nahverkehr ist überlastet, unterfinanziert, oft nicht barrierefrei, im ländlichen Raum ausgedünnt. Die Beschäftigten sind meist schlecht bezahlt, dieTickets zu teuer. Städtischer Raum wird von Autos beansprucht, Fußgänger- und Radfahrer*innen haben das Nachsehen.

Die Klimabewegung um Fridays for Future macht deutlich: Radikale Maßnahmen zum Klimaschutz sind unumgänglich. Dabei gerät besonders der Verkehr in den Blick, der in Deutschland ein Fünftel des CO2-Ausstoßes ausmacht. Andererseits sind viele Mobilitätsbedürfnisse unzureichend erfüllt: Wer Auto fährt, steht Stunden im Stau, der öffentliche Nahverkehr ist überlastet, unterfinanziert, oft nicht barrierefrei, im ländlichen Raum ausgedünnt. Die Beschäftigten sind meist schlecht bezahlt, dieTickets zu teuer. Städtischer Raum wird von Autos beansprucht, Fußgänger- und Radfahrer*innen haben das Nachsehen.

Die Alternative ist nicht einfach mehr Mobilität, sondern bessere: Viele wollen nicht zwangsweise ständig mobil sein, sondern bessere Möglichkeiten haben, um sich ihren Bedürfnissen entsprechend fortzubewegen. Wie sieht gerechte Mobilität für alle mit weniger Verkehr aus? Welche Projekte und Ansätze einer öffentlichen und nachhaltigen Mobilität gibt es? Welche Technologien und Infrastrukturen sind nötig? Wie lassen sich gerechte Übergänge gestalten – auch für Beschäftigte der Autoindustrie?  Wie lassen sich Mehrheiten dafür gewinnen?

Auf dem Feld der Mobilität werden zentrale gesellschaftliche Konflikte ausgetragen. Die Transformation der Autoindustrie ist im vollen Gange, Rationalisierung und Digitalisierung führen zu Arbeitsplatzabbau. Nun kommt die E-Mobilität hinzu. Jenseits einer Antriebswende wird aber von Konversion kaum gesprochen. Dabei braucht eine Mobilitätswende, die auf öffentlichen Verkehr setzt, alternative Produktion jenseits des Autos und ist somit eine Chance zu Sicherung und Aufbau von Beschäftigung. Hier stellen sich Fragen gerechter Übergänge, erweiterter Mitbestimmung, der Investitions- und Innovationslenkung, des Eigentums, kurz: der Wirtschaftsdemokratie.

Es geht um viel: ein nie dagewesenes Investitionspaket in öffentliche, und nachhaltige Infrastruktur, die Mobilität für alle flächendeckend sichert und gleichzeitig gute Arbeit in Industrie und Dienstleistungen schafft, muss durchgesetzt werden. Doch um wirkmächtig zu werden, müssen sich die Akteure zusammen tun. Mit einer Vielzahl von Gästen aus Arbeiter*innen- und Umweltbewegung wollen wir gemeinsame Strategien entwickeln.

Programm
(Es handelt es sich noch um ein vorläufiges Programm, Themen und Referent*innen werden laufend aktualisiert)

Freitag, 02. Oktober 2020

  • 18:00 Uhr - Begrüßung durch die Veranstalter*innen
  • 18:30 Uhr - Linker Green New Deal für die Mobilitätswende und eine sozial-ökologische Transformation der (Auto)Industrie
    Auf dem Auftaktpodium diskutieren Vertreter*innen der Partei DIE LINKE, Gewerkschaften, Umweltverbänden und Fridays for Future über linke Konzepte einer Mobilitätswende.
  • 20:30 Uhr - Abendessen und Austausch

Samstag, 03. Oktober 2020

  • 10:00 Uhr - Gewerkschaften - progressive Akteure in einer Mobilitätsrevolution?
    Vortrag von Klaus Dörre 
  • 11:00 Uhr - Arbeitsgruppenphase I: Gerechte Übergänge und alternative Produktion in der (Auto)Industrie
    In vier Arbeitsgruppen werden u.a. folgende Themen diskutiert:
    Konversion der Autoindustrie in der intereuropäischen gewerkschaftlichen Debatte | Konversion der Industrie und die Frage nach dem Eigentum | Transformationsräte - was ist das? u.a.
  • 13:00 Uhr - Mittagessen
  • 14:00 Uhr - Arbeitsgruppenphase II: Mobilitätsalternativen
    In weiteren vier Arbeitsgruppen werden u.a. folgende Themen diskutiert:
    Urbane Strategien der Mobilitätswende im europäischen Vergleich | Der Kampf um gute Löhne und mehr Personal im ÖPNV | Verdopplung der Takte - Halbierung der Preise? Bahn für Alle! | Vernetzung bundesweiter Mobilitätsbündnisse.
  • 16:30 Uhr - Wie eine Investitionsoffensive in den öffentlichen Verkehr und gerechte Übergänge durchsetzen?
    Abschlusspodium mit Vertreter*inne aus Betrieben, Mobilitätswendebündnissen und der Partei DIE LINKE
  • 17:45 Uhr - Verabschiedung
  • 18:00 Uhr - Abendessen

Organisatorisches
Die Teilnahme zur Tagung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist zur Planung der Verpflegung zwingend erforderlich. Die Anmeldung ins online unter oben unter dem Button «Jetzt anmelden» oder per Mail unter: uta.tackenberg@rosalux.org.
Natürlich ist es corona-bedingt mit Unwägbarkeiten verbunden, ob die Tagung im Herbst zum geplanten Termin stattfinden kann. Wir gehen aber bis auf Weiteres davon aus, freuen uns über Ihre Anmeldungen und halten Sie auf dem Laufenden.

Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt des Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxeburg-Stiftung, des Gesprächskreises Zukunft Automobil Umwelt Mobilität (ZAUM) bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Standort

Kontakt

Uta Tackenberg

Assistentin des Direktors

Telefon: +49 30 44310438