Aktuelle Nachrichten https://bw.rosalux.de/ Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. de Copyright Sat, 12 Jun 2021 23:27:25 +0200 Sat, 12 Jun 2021 23:27:25 +0200 TYPO3 Aktuelle Nachrichten https://bw.rosalux.de/fileadmin/sys/resources/images/dist/logos/logo_rss.jpg https://bw.rosalux.de/ 144 109 Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten. news-41904 Fri, 21 May 2021 15:25:00 +0200 Online-Bildungsprogramm https://bw.rosalux.de/news/id/41904?cHash=8c7be36e608e558e51cd8d5d5c04f2b1 Hier finden Sie unsere kommenden Livestreams, Video-Diskussionen und Online-Seminare. Wird laufend aktualisiert. Aufgrund der Bestimmungen zu öffentlichen Veranstaltungen und Begegnungen während der Corona-Krise haben wir vorerst alle Bildungsveranstaltungen bis Ende April abgesagt. Ab wann wieder öffentliche Veranstaltungen möglich sind, kann momentan nicht abgeschätzt werden.

Wir haben uns daher entschieden, einen Teil unserer Veranstaltungen in Form von Livestreams und Online-Video-Diskussionen durchzuführen. Wir veröffentlichen alle Veranstaltungen unseres Online-Bildungsprogramms immer aktuell hier. Die Informationen zum technischen Ablauf sowie Details zur Veranstaltung selbst erfahren Sie, wen Sie auf die jeweilige Veranstaltung klicken.

Online-Bildungsprogramm der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Das gesamte Online-Bildungsprogramm der Rosa-Luxemburg-Stiftung und ihrer Landesstiftungen finden Sie hier.

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news-44263 Mon, 10 May 2021 09:59:20 +0200 150 Jahre Pariser Commune: Der erste Versuch einer sozialistischen Revolution https://bw.rosalux.de/news/id/44263?cHash=3d58c555d26c741e1b9022ada30a7f4d Livestream & Ausstellung im Willi-Bleicher-Haus Stuttgart

Festveranstaltung am 20. Mai um  17:00 Uhr im Livestream

Mit: Philipp Vollrath (DGB Stadtverband Stuttgart), Ralf Kröner (Vorstand des Fördervereins Deutsch-Französischer Kultur in Stuttgart), Sabine Vogel (Rosa-Luxemburg-Stiftung Ba-Wü). Musikalische Umrahmung: Michael Hecht

Vor 150 Jahren, im März 1871, erlebte Paris die vierte Revolution in 82 Jahren. Aber diesmal war es anders. Die Revolution verlief zunächst friedlich und bestimmend war nicht das Bürgertum wie in den vorherigen Revolutionen, sondern kleine Handel- und Gewerbetreibende, Handwerker, Arbeiter und nicht zuletzt Arbeiterinnen. Zum ersten Mal traten Frauen auf die Bühne der Weltgeschichte, nicht nur für einen Augenblick, sondern sie blieben dort präsent.

Verschiedene Ursachen führten zum Aufstand: Paris hatte im deutsch-französischen Krieg erst schwer unter der Hungerblockade gelitten, dann unter dem Bombardement der deutschen Truppen. Anfang März 1871 hob die reaktionäre Nachkriegs-Regierung Thiers Erleichterungen für die Bewohner der gemarterten Hauptstadt auf, wie zum Beispiel die Stundung der Mieten. Und sie weigerte sich, den 300 000 Angehörigen der Pariser Nationalgarde den Sold auszuzahlen. Die Kommune beschloss dann viele Verbesserungen für die einfache Bevölkerung, wie den Erlass von fälligen Mieten, die Rückgabe von verpfändeten Gegenständen und die Abschaffung der Nachtarbeit für Bäckergesellen. Andere Dekrete waren grundsätzlicher Art, zum Beispiel die Trennung von Kirche und Staat, schließlich ein Dekret, nach dem von ihren Besitzern verlassene Fabriken vergesellschaftet werden sollten.

Aber gegen die Truppen der Regierung Thiers, die sich nach Versailles abgesetzt hatte und von der deutschen Besatzungsmacht unterstützt wurde, konnte sich die Kommune nicht halten. Das Ende nach 72 Tagen war schrecklich: In einem regelrechten Blutrausch wurden über 20 000 Kommunardinnen und Kommunarden niedergemetzelt und hingerichtet. Bis heute wird über die Bedeutung der Pariser Kommune gestritten: War sie Blaupause der Diktatur des Proletariats und damit für eine sozialistische Revolution, was Friedrich Engels vertrat? Oder war sie «bloß die Erhebung einer Stadt unter ausnahmsweisen Bedingungen», wie Karl Marx 10 Jahre danach an den holländischen Sozialisten Ferdinand Domela Nieuwenhuis schrieb?

Digitale Ausstellung «150 Jahre Pariser Commune. Der erste Versuch einer sozialistischen Revolution» hier. Die Ausstellung kann vor Ort im Willi-Bleicher-Haus Stuttgart (Bambussalon) noch bis zum 30. Juli 2021 (werktags von 08:00-20:00) besichtigt werden. Eine Literaturliste zur Ausstellung mit Bestellmöglichkeit findet sich hier.

Veranstaltung und Ausstellung in Kooperation mit dem DGB Stadtverband Stuttgart und dem Förderverein Deutsch-Französischer Kultur in Stuttgart

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news-44199 Wed, 28 Apr 2021 08:03:30 +0200 Teure Mieten, wenig Wohnraum, viel Redebedarf https://bw.rosalux.de/news/id/44199?cHash=a4914ade9ab13863fea69ed9b41d1d6c Videoaufzeichnung der Podiumsdiskussion vom 24.04.2021 Das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht. Guter Wohnraum ist die Voraussetzung für Lebensqualität und soziale Teilhabe. Dennoch leben viele Menschen mit Einschränkungen wie beengten Wohnverhältnissen, zu hohen Mieten oder sogar der Wohnungslosigkeit. Währenddessen sind die meisten Immobilien in privater Hand und werden als Spekulationsobjekte genutzt. Einschränkungen wie ein Mietendeckel oder ein Leerstandsverbot existieren nur an wenigen Orten oder werden kaum konsequent durchgesetzt.

Was können wir tun? Welche Forderungen müssen wir stellen und wo können wir selbst aktiv werden? Über die Entwicklung der Wohn- und Lebensräume und über solidarische Perspektiven wollen wir mit euch diskutieren. Während der Podiumsdiskussion können Fragen im Chat gestellt werden, die in die Diskussion aufgenommen werden.

Am Podium beteiligen sich Expert*innen und Aktivist*innen aus verschiedenen Bereichen

  • Jakob Novotny, Aktivist aus Ludwigsburg, studiert Lehramt, war 2019 in Ludwigsburg Kandidat für das Bürgermeisteramt und ist aktuell bei Fridays For Future und Ende Gelände aktiv.
  • Britta Mösinger, Aktivistin beim Leerstandsmelder Stuttgart. „Ich beschäftige mich seit dem Protest gegen Stuttgart 21 mit dem Thema Recht auf Stadt. Seit 2013 bin ich beim Leerstandsmelder Stuttgart aktiv. Der Leerstandsmelder ist Teil des Aktionsbündnis Recht auf Wohnen. Ich bin stellvertretende Bezirksbeirätin in Stuttgart-Mitte für Die Linke.“
  • Dr. Werner Rügemer, Köln, Publizist und Berater, befasst sich mit den sozialen Gegensätzen in den westlichen kapitalistischen Staaten. So misst er die Arbeitsverhältnisse an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UNO und an den Konventionen, die von der Internationalen Arbeitsorganisation ILO beschlossen wurden. Verbreitetes Arbeits-Unrecht ist für Rügemer eine wesentliche Ursache der Rechtsentwicklung. Rügemer geht vom Menschenrecht auf Wohnen aus und hat die Praktiken der neuen Wohnungskonzerne in Deutschland untersucht: Erhöhung nicht nur der Mieten, sondern auch der Nebenkosten, Niedriglöhnerei in der Wohnungsverwaltung.
  • Anja Gammer, ist Mitarbeiterin bei Frauen für Frauen e.V. aus Ludwigsburg. Der Verein bietet unterschiedliche Beratungsangebote für Frauen an und ist außerdem Trägerverein des Frauenhaus. In Bezug auf Wohnraumproblematik stellt sie klare Forderungen: Eine Flucht vor häusliche Gewalt darf nicht in der Obdachlosigkeit enden. Ludwigsburg benötigt dringend mehr sozialen Wohnbau zur Unterstützung der schutzbedürftige Mitglieder unserer Gesellschaft!
  • Peter Schumacher, Ambulante Hilfe Stuttgart e.V., "Die Ambulante Hilfe e.V. ist ein basisdemokratisch organisierter, freier Träger der Wohnungsnotfallhilfe in Stuttgart. Wir beraten Menschen in Armut und Wohnungsnot, bauen und vermieten Sozialwohnungen und bieten Zimmer in zwei Sozialpensionen und einem Wohnheim an. Dazu kommen eine Tagestätte, eine mobile Straßenambulanz und Streetwork. Ich selbst bin seit 1996 bei der Ambulanten Hilfe und leite den Immobilienbereich. Dazu gehören die Projektleitung im sozialen Wohnungsbau und die Vermietung und Verwaltung unseres Wohnungsbestands von rund 150 Wohnungen. Wir vermieten an Menschen, die sonst am wenigsten Chancen auf dem Wohnungsmarkt haben.“
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news-44037 Tue, 30 Mar 2021 09:51:29 +0200 Mobil und gerecht im Alltag!? https://bw.rosalux.de/news/id/44037?cHash=0ddf373b69a47e0ac530a19a81a9f6a8 Fahrrad-Bildungsreise: Lernen von der Rad- und Nahmobilität in und um Amsterdam. Vom 11.-15. Oktober 2021 Rad, Fuß, Bus und Bahn müssen in einer klimaschonenden Mobilität eine größere Rolle spielen. Sowohl bei uns vor der Haustür als auch weltweit. Doch wie schaffen wir das? Und wie verträgt sich eine nachhaltige Mobilität mit dem Ziel, Gesellschaften und Städte gerechter zu gestalten? Um diese Fragen zu beantworten, möchten wir auf der Reise von den Erfahrungen, den Kämpfen und Infrastrukturen in und um Amsterdam lernen.Unser Fokus liegt dabei auf der Förderung der Radmobilität und ihren Verbindungen zu ÖPNV und Fußverkehr. Wie haben Politiker*innen, Verwaltung und Planer*innen seit den 1970er Jahren dazu beigetragen, in den Niederlanden das Fahrrad als Fortbewegungsmittel zu fördern? Welche finanziellen oder gestalterischen Schritte sind dafür notwendig gewesen? Welche Entdeckungen wurden auf diesem Weg gemacht, welche Neuerungen geschaffen? Welche Auswirkung hat die Radförderung auf Gentrifizierungsprozesse und Segregation? Und wie sehen zivilgesellschaftliche Gruppen und linke Aktivist*innen die Mobilitätspolitik in Amsterdam?

Auf der Reise werden wir mit verschiedenen relevanten Personen ins Gespräch kommen, darunter zivilgesellschaftliche Initiativen, Lokalpolitiker*innen und Radwissenschaftlier*innen und -planer*innen. Die Reiseteilnehmer*innen können bei Interesse eigene Ideen und Projekte aus ihren Orten und Tätigkeitsfeldern vorstellen.

Wir werden in und um Amsterdam herum vor allem per Rad unterwegs sein und so die Radnormalität vor Ort an der eigenen Haut erleben. Ihr könnt also entweder euer eigenes mitbringen oder vor Ort eines entleihen. Wir unterstützen bei der Rad Ausleihe.

Weitere Informationen und Anmeldung hier.

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news-43809 Wed, 17 Feb 2021 07:23:20 +0100 Rosa Luxemburg - Zum 150. Geburtstag https://bw.rosalux.de/news/id/43809?cHash=5986ed598802e8a40e0b100de53e1b8e Veranstaltungsprogramm für Baden-Württemberg

ROSA LUXEMBURG - EIN LEBEN FÜR DIE SOZIALISTISCHE IDEE
Wenige Tage vor der Gründung des revolutionären Stadtrats von Paris, der Pariser Commune, wurde Rosa Luxemburg geboren. Am 5. März jährt sich ihr Geburtstag zum 150. Mal. Ihr Erbe bleibt Auftrag: das Eintreten für einen Sozialismus, der soziale Gleichheit, individuelle Freiheit und demokratische Selbstbestimmung verbindet; die Überzeugung, dass Emanzipation als Ziel nur mit emanzipatorischen Mitteln anzustreben sei; das Vertrauen in die Selbsttätigkeit der Menschen und ihr konsequentes Eintreten gegen Militarismus und nationalistische Borniertheit.

Die Ausstellung zeigt auf 35 Tafeln die Herkunft und die Lebensstationen dieser außergewöhnlichen Frau. Sie zeigt Rosa Luxemburg als politische Kämpferin, als marxistische Theoretikerin - und als Mensch.

Für eine virtuelle Führung durch die Austellung (zu besichtigen bis zum 30. April 2021 im Gewerkschaftshaus Stuttgart) hier klicken (Link führt zum Video in unserem Youtube-Kanal).

Buch & Plakat - Antiquariat und Agentur für Lesefreude bietet zu ausgewählten Terminen einen austellungsbegleitenden Büchertisch an. Die dort präsentierten Titel können sofort vor Ort erworben werden. Die einzelnen Termine des Büchertisches finden Sie hier. Einen Blick in die Liste der angebotenen Bücher können Sie bereits hier werfen.

ERÖFFNUNG - LIVESTREAM AM 5. MÄRZ, 17 UHR
fb.com/RLSBW/live | fb.com/DGB.Nordwuerttemberg/live | fb.com/theater.tribuehne/live
Mit: Philipp Vollrath (DGB Stuttgart), Erhard Korn, (RLS Ba-Wü), Edith Körber (Theater tri-bühne).
Musik: Hagen Klee (Liedermacher, Ludwigsburg)
Mehr Informationen

Hier können Sie sich die Aufzeichnung der Jubiläumsveranstaltung/Ausstellungseröffnung vom 5.3.2021 anschauen (Link führt zum Video in unserem Youtube-Kanal).

WEITERE AKTIVITÄTEN IN BADEN-WÜRTTEMBERG

  • Freitag, 5. März, 16:00 Uhr - «Einweihungsfeier» des neuen Rosa Luxemburg-Parks (zwischen Karl-Marx-Straße und Grillenbergerstraße) in Mannheim anlässlich des 150. Geburtstages von Rosa Luxemburg. Kulturprogramm mit den Schauspieler*nnen Ragna Pitoll (NTM), Bettina Franke und dem Liedermacher Bernd Köhler
  • Montag, 8. März, 17:00 Uhr - Demonstration zum Internationalen Frauentag. Auftakt am Rotebühlplatz in Stuttgart

VIRTUELLES BEGLEITPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG

Hier gelangen Sie zur Themenseite der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit sämtlichen bundesweiten Aktivitäten zum 150. Geburtstag von Rosa Luxemburg.

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news-43654 Mon, 15 Feb 2021 10:13:00 +0100 RS LXMBRG – Die Andersdenkende https://bw.rosalux.de/news/id/43654?cHash=8af978ca1609a0a985f90d69016a99b5 Zum 150. Geburtstag Rosa Luxemburgs: Webstory in vier Sprachen – Kurzfilme und Serie – Onlinekonferenz und mehr In Rosa Luxemburgs 150. Geburtsjahr geht die neue Webseite «RS LXMBRG – Die Andersdenkende» unter www.rosaluxemburg.org an den Start, die in Form einer Webstory ihr Leben und Werk in vier Sprachen zugänglich macht. Die Inhalte der Webseite, die zunächst auf Deutsch online geht, werden bis Anfang März auch auf Englisch, Französisch und Spanisch zugänglich sein. Launch der Seite ist der 15. Januar, der Tag von Luxemburgs Ermordung vor 102 Jahren.

Wenige Tage vor der Gründung des revolutionären Stadtrats von Paris, der «Pariser Kommune» am 18. März 1871 wurde Rosa Luxemburg geboren. Am 5. März jährt sich ihr Geburtstag damit zum 150. Mal. Für die nach ihr benannte politische Stiftung ein Anlass, ein facettenreiches Angebot rund um die Person Rosa Luxemburg, ihr Wirken und ihre heutige Rezeption zu konzipieren.

«Unter den namensgebenden Personen der politischen Stiftungen ist Rosa Luxemburg die einzige Frau, die einzige Ausländerin und die einzige Jüdin. Diese Alleinstellungsmerkmale erfüllen uns mit Stolz und Demut - aber Rosa Luxemburg war und bewirkte viel mehr. Zu ihrem 150. Geburtstag wollen wir als Stiftung daran erinnern, was sie an Werken, Taten und Gedanken hinterlassen hat», sagt Dagmar Enkelmann, Vorstandsvorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung. «Rosa Luxemburg hat uns auch heute noch viel zu sagen, zum Beispiel über das Verhältnis von Demokratie und Sozialismus, die Beziehung handelnder Massen zu politischen Organisationen, die Rolle von Gewalt in politischen Auseinandersetzungen, über Mut und Zivilcourage.»

Geplant sind sowohl in Berlin als auch in allen Bundesländern Ausstellungen, digitale Veranstaltungen, kulturelle Beiträge, eine internationale Onlinekonferenz und mehr. Weitere Information finden Sie unten und auf www.rosalux.de.

«Die unterschiedlichen mehrsprachigen digitalen, kulturellen und kreativen Angebote zeigen, wie breit wir die Aktivitäten zum Geburtsjahr Rosa Luxemburgs angelegt haben. Inhalte und Formen der Vermittlung sollen dabei so vielfältig sein, wie sie selbst es war», sagt Daniela Trochowski, Geschäftsführerin der Rosa-Luxemburg-Stiftung. «Für den Herbst ist zudem ein Graffiti-Wettbewerb geplant, bei dem wir besonders auf die künstlerischen Zugänge der jungen Menschen zu Rosa Luxemburg gespannt sind.»

Den Kerngedanken zum 150. Geburtstag ihrer Namensgeberin formuliert Jörn Schütrumpf, Leiter der Fokusstelle Rosa Luxemburg:

«Eine Emanzipation mit antiemanzipatorischen Mitteln und Methoden anzustreben, also das leninistische Politikkonzept, hätte für Rosa Luxemburg das Aufgeben ihres politischen Ansatzes bedeutet. Oder anders gesagt: Unterdrückung lässt sich nicht durch Unterdrückung abschaffen. Nie wieder Sozialismus ohne Freiheit und Demokratie. Alles andere ist eine bürokratische Diktatur – etwas, für das Rosa Luxemburg weder kämpfen, geschweige denn sterben wollte.»

Auswahl der geplanten Aktivitäten

Aufgrund der pandemiebedingten Situation aktualisieren wir unser Programm fortlaufend und passen es dynamisch den Gegebenheiten an. Bitte informieren Sie sich über das aktuelle Programm auf www.rosalux.de.

Bereits Heiligabend 2020 startete in Kooperation mit der Volksbühne und dem «Rosa Kollektiv» die elfteilige Serie «Aktiviere dein inneres Proletariat». Ursprünglich wollte das Kollektiv Armand Gattis Stück «Rosa Kollektiv» auf die Bühne bringen. Darin geht es um den Versuch, eine Fernsehserie über Rosa Luxemburg zu drehen. Aufgrund der Maßnahmen zur Pandemieeindämmung entsteht nun kein Theaterstück über eine gescheiterte Fernsehserienproduktion, sondern eine Webserie über ein Bühnenstück über eine gescheiterte Webserie über Rosa Luxemburg. Uraufführung und Staffelfinale sind für den 5. März 2021 geplant.

Am neuen Sitz der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist bis Ende Februar die Fotoausstellung «Ein neues Kleid für Rosa» zu sehen. Studierende der Athener School of Fine Arts schufen im Rahmen eines Wettbewerbs der Rosa-Luxemburg-Stiftung Athen 28 Kunstwerke zu der Frage, wie wir uns Rosa Luxemburg heute vorstellen würden, welche Gedanken sie in uns weckt und wozu sie inspiriert. Die Fotografien einiger der Kunstwerke können wochentags zwischen 9.00 und 18.00 Uhr in der Straße der Pariser Kommune 8A, 10243 Berlin betrachtet werden. Vom 2. bis zum 14. März ziehen die Fotografien in den Pavillon an der Volksbühne, wo sie dann rund um die Uhr betrachtet werden können.

In drei Kurzfilmen mit Paul Mason zu zentralen Begriffen Rosa Luxemburgs soll ihr Denken für das 21. Jahrhundert erklärt werden. Untertitel zu den Episoden wird es in verschiedenen Sprachen geben.

Unter dem Titel «Rosa Luxemburgs International Socialism» findet am 4. und 5. März im Rahmen einer internationalen Onlinekonferenz eine Reihe von Keynote-Lectures und Panels in englischer Sprache statt. Das Spektrum der geplanten Themen reicht von der Rezeption Luxemburgs im Globalen Süden über ihre Biografie und Darstellungen Luxemburgs in der Literatur und darüber hinaus. Auch auf den deutschsprachigen Stiftungskanälen sind an den Tagen vielfältige Beiträge geplant.

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news-43139 Wed, 23 Dec 2020 13:25:00 +0100 Ausstellung: «200 Jahre Friedrich Engels - Argumente eines Kritikers» https://bw.rosalux.de/news/id/43139?cHash=7fddea221d1b13a8af38ddacb6bb188c Digital und in Präsenz im Gewerkschaftshaus / Willi-Bleicher-Haus Stuttgart (Willi-Bleicher-Str. 20) vom 23. November 2020 bis zum 22. Januar 2021

Digital und in Präsenz im Gewerkschaftshaus / Willi-Bleicher-Haus Stuttgart (Willi-Bleicher-Str. 20) vom 23. November 2020 bis zum 22. Januar 2021
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8:00 bis 20:00 Uhr
Vor Ort während der Ausstellung: Bücherliste und -bestellmöglichkeit von Antiquariat Buch & Plakat
Eröffnung: Montag, 23. November 2020, 18:00 Uhr - Online im Podcast hier

Friedrich Engels wurde vor 200 Jahren am 28. November 1820 in Barmen geboren. In dieser Ausstellung widmen wir uns den Argumenten von Friedrich Engels zur Kritik an Politik und Ökonomie, seinen Analysen und seinem Werk.

In der Ausstellung selbst widmen wir uns Argumenten von Friedrich Engels zur Kritik an Politik und Ökonomie, seinen Analysen und seinem Werk, frei nach Brecht: «Privates interessiert mich nicht».

Die Ausstellung kann und soll in den sozialen Medien diskutiert werden. Die Platten waren bereits vor Druck digital verfügbar. Einige besonders interessante Kommentare zu den Texten haben wir direkt auf den Platten abgedruckt. Twitter- , Instagram- und Facebook-Beiträge bitte einfach mit dem #EngelsArgumente versehen. Teil der Ausstellung ist – neben den Platten – auch ein Bildschirm, auf dem live alle Kommentare zur Ausstellung aus den sozialen Medien gesehen werden können.

Die Ausstellung ist zu finden:

  • Auf Twitter unter dem #EngelsArgumente oder auf dem Account @dgbregion
  • Auf Instagram unter dem #EngelsArgumente oder auf dem Account @dgbregionnw
  • Auf Facebook unter dem #EngelsArgumente oder auf dem Account «DGB Region Nordwürttemberg»

Auf der Website der DGB Region Nordwürttemberg werden die Ausstellungsplakate im Vorfeld der Präsenzausstellung bereits elektronisch verfügbar gemacht: www.dgb-stuttgart.de/engelsargumente

Die Ausstellung wurde kuratiert und entworfen von Peter Schadt und Jörg Munder für die DGB Region Nordwürttemberg und die Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

  • Eine «digitale Vernissage» hat das Arbeitsweltradio des DGB Nordwürttemberg in Formeines Podcastes erstellt. Diesen gibt es zum Nachhören hier.
  • Mit dem Engels-Biografen Michael Krätke haben wir im Vidoeinterview über «5 Fragen zu Engels» gesprochen. Anzusehen ist das Interview hier.

Friedrich Engels: Argumente eines Kritikers

Mitdiskutieren! Twitter- , Instagram- und Facebook-Beiträge bitte einfach mit #EngelsArgumente bezeichnen. Die Kommentare werden während der Ausstellungszeit live auf einem Bildschirm eingeblendet und die Diskussion und Gedanken von Friedrich Engels fortsetzen.

23. November 2020 bis 22. Januar 2021
Eröffnung: Montag, 23. November 2020, 18:00 Uhr

Willi-Bleicher-Haus, Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart
Öffnungszeiten: montags bis freitags 8:00 bis 20:00 Uhr

Begleitprogramm

  • 24.12.2020, 10:00 -11:00 Uhr | Livestream / Radio
    Über das Leben von Friedrich Engels
    Interview mit Erhard Korn (Vors. RLS BW) im Arbeitsweltradio des DGB Nordwürttemberg
    Das Interview steht später als Podcast hier zur Verfügung.
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