INPUT Jugendbildung Mannheim/Heidelberg

INPUT Jugendbildung Baden-Württemberg versteht sich als offenes Netzwerk und lädt alle an linker politischer Jugendbildung Interessierten ein, nicht nur an den Veranstaltungen teilzunehmen, sondern sich auch in die Themenfindung und in die Organisation der Veranstaltungen bei den örtlichen INPUT-Gruppen einzubringen oder an ihrem Ort, in ihrem Jugendzentrum mit anderen Interessierten selbst eine INPUT-Gruppe zu bilden. Bitte wendet euch dazu an die INPUT-Gruppen vor Ort oder, wenn ihr selbst aktiv werden möchtet und es bei euch noch keine örtliche INPUT-Gruppe gibt an die INPUT-Koordinator*innen. Gerne könnt ihr euch auch an die Geschäftsstelle der Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg in Stuttgart wenden.

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März 2021 - Veranstaltungsreihe «Gentrifizierung und soziale Verdrängung in Mannheim»
Schon seit einigen Jahren flammen in deutschen Großstädten große und kleine Konflikte rund um das Thema Gentrifizierung auf. Ganze Stadtviertel erleben eine rasante Veränderung. Sie werden angesagt, irgendwie hip und teuer. Das Problematische an diesen Entwicklungen ist nicht die einzelne neue Kaffeerösterei in der Straße. Problematisch sind die mit ihnen einhergehenden Ausschließungs- und Verdrängungsprozesse. Ein Großteil der Anwohner:innen kann sich die Mieten nicht mehr leisten. Ungewünschten Personengruppen wird das Leben auf verschiedene Art erschwert. Etwa durch Kameraüberwachungen, Alkoholverbote, höhere Preise für Produkte des täglichen Lebensunterhalts und vielem mehr. Das Viertel verändert sich. Der Kiosk an der Ecke, die Shisha-Bar im Erdgeschoss, die Trinker:innen an der Grünfläche - all das passt nicht mehr ins Bild und verschwindet nach und nach. Die Menschen werden immer weiter an den Rand der Städte gedrängt. Eng verwoben sind diese Verdrängungsprozesse mit anderen Diskriminierungsformen, wie Rassismus und Sexismus.
Die Lokalpolitik zeigt sich oft hilflos den Entwicklungen gegenüber oder verfolgt sogar das Ziel ihre „Problemviertel“ auf diese Weise in den Griff zu bekommen. Den Entwicklungen des freien Marktes müsse man sich beugen. Allenfalls an ein paar sozialpolitischen Schräubchen könne gedreht werden. Im Großen und Ganzen sei aber nichts zu machen.
Auch in Mannheim treten diese sozialen Verdrängungs- und Ausschließungsprozesse immer deutlicher zutage. Als erstes war der Jungbusch dran, der heute als weitestgehend „durchgentrifiziert“ gelten kann. Jetzt kommt die Neckarstadt. Gegen ein weiteres Fortschreiten dieser Tendenzen wehren sich hier immer mehr Menschen. Sie haben sich zum Beispiel im Offenen-Stadtteil-Treffen (OST) Neckarstadt zusammengeschlossen. In Anbetracht des rasanten Tempos dieser Prozesse, bleibt den Aktivist:innen oft nur ein Reagieren. Die ohnehin bestehenden sozialen Spaltungen erschweren darüber hinaus die frühzeitige politische Organisierung. Zeit, sich grundlegend mit den einzelnen Aspekten sozialer Verdrängung und Gentrifizierung zu befassen und sich dabei gemeinsam Gedanken über Gegenstrategien zu machen, bleibt kaum. Genau dazu wollen wir mit unserer Veranstaltungsreihe einladen.

Materialien

  • momentan keine

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